Leitlinien-Detailansicht

Angemeldetes Leitlinienvorhaben

Registernummer 001 - 016
Klassifikation S3

Intensivmedizinische Versorgung herzchirurgischer Patienten - Hämodynamisches Monitoring und Herz-Kreislauf-Therapie

Anmeldedatum:

23.02.2015

Geplante Fertigstellung:

30.09.2017

Gründe für die Themenwahl:

Das hämodynamische Monitoring und die differenzierte Therapie mittels adäquater Volumensubstitution, sowie inotroper und vasoaktiver Substanzen sind Grundvoraussetzung der postoperativen intensivmedizinischen Versorgung von kardiochirurgischen Patienten. Kardiochirurgische Patienten sind in jeder Hinsicht sehr komplex, da für auftretende hämodynamische Instabilitäten häufig mehrere Ursachen vorliegen können. Durch die Festlegung von Zielkriterien und deren Implementierung in Behandlungspfade sollen eventuell auftretende Probleme schneller erfasst und behandelt werden. Seit der Einführung der Leitlinie hatte sich die gängige Praxis in Bezug auf Zielparameter und Behandlungspfade verändert und weiterentwickelt (Kastrup 2013). Durch den stetigen Fortschritt in der Forschung und dementsprechende neue Veröffentlichungen ist eine Überarbeitung und Aktualisierung der Leitlinie aktuell notwendig.

Zielorientierung der Leitlinie:

Die Zielsetzung des Updates der Leitlinie umfasst eine Aktualisierung in Bezug auf Optimierung der intensivmedizinischen Behandlung postoperativer kardiochirurgischer Patienten nach aortokoronarer Bypassoperation und/oder klappenchirurgischen Eingriffen auf den Ebenen der Struktur- und Prozessqualität zur Erzielung einer Verbesserung der Ergebnisqualität unter Berücksichtigung der Gesichtspunkte einer effektiven und effizienten Versorgung dieser spezifischen Patientenpopulation. 

Anmelder bei der AWMF (Person):

Prof. Dr. med. Michael Sander

Anmeldende Fachgesellschaft(en):

Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI)Visitenkarte

Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG)Visitenkarte

Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften:

Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI)Visitenkarte

Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen:

Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e. V., DGF

Leitliniensekretariat:

Prof. Dr. med. Michael Sander

Anaesthesiologie und operative Intensivmedizin
Rudolf-Buchheim-Straße 7
35392 Gießen

Tel.: 0641 / 985 - 44401

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Koordination:

Prof. Dr. med. Michael Sander

Adressaten:

Die Leitlinie ist konzipiert für das ärztliche und pflegerische Personal, welches im Bereich der postoperativen Versorgung kardiochirurgischer Patienten tätig ist.

Versorgungssektor:

Stationäre Therapie

Patientenzielgruppe:

Herzchirurgische Erwachsene auf der Intensivstation

Methodik (Art der Konsensfindung / evidence-Basierung):

Das methodische Vorgehen des Leitlinienentwicklungsprozesses entspricht den Anforderungen der Evidenz-basierten Medizin, wie sie von der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) und dem Ärztlichen Zentrum für Qualität (ÄZQ) in der Medizin als Standard definiert wurden. Diese Aktualisierung der Leitlinie wird das Ergebnis einer systematischen Literaturrecherche und der kritischen Evidenzbewertung verfügbarer Daten mit wissenschaftlichen Methoden sein. Folgende Arbeitsschritte werden dazu durchgeführt:

1) Definition der Suchbegriffe zu allen Themenschwerpunkten und Festlegung der relevanten Datenbanken.

2) Systematische Recherche der wissenschaftlichen Literatur, aber auch bereits verfügbarer Standardleitlinien, Empfehlungen und Expertenmeinungen.

3) Evaluation dieser Publikationen nach Evidenzkriterien des Oxford Centre for Evidence-based Medicine (Levels of Evidence 2009).(http://www.cebm.net/index.aspx?o=1025, Stand 12.2009)

4) Konsensusverfahren: Für die Teilnehmer an dem Leitlinienverfahren wurde ein schriftliches Mandat für die Vertretung der beteiligten wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften eingeholt.

Die Ergebnisse werden von der Redaktionsgruppe in den Text und die Algorithmen eingearbeitet und allen Mitgliedern zur Diskussion im Delphi-Verfahren gestellt. Die Abstimmung der Änderungen und Ergänzungen, die sich durch die Aktualisierung der Leitlinie ergeben, werden allen Mitgliedern zur Diskussion in einem erneuten Delphi-Verfahren gestellt. Die endgültige Verabschiedung der Leitlinie und der Aktualisierung wird durch die Vorstände der beteiligten Fachgesellschaften und Organisationen erfolgen

Ergänzende Informationen:

17.11.2016: Leitlinien-Manuskript zur Begutachtung eingereicht, Revision noch nicht abgeschlosssen

Eine Abgrenzung zu den Leitlinien „Hämodynamisches perioperative Monitoring“ (AWMF-Reg.-Nr. 001/027) und „Infarktbedingter kardiogener Schock“ (AWMF-Reg.-Nr. 019/013) erfolgt in der überarbeiteten Leitlinie.