Leitlinien-Detailansicht

Tuberkulose im Erwachsenenalter

Registernummer 020 - 019
Klassifikation S2k

Stand: 30.06.2017 , gültig bis 30.06.2021

Versorgungsbereich:

ambulante, teilstationäre, stationäre Versorgung

Gründe für die Themenwahl:

Die Empfehlung „Empfehlungen zur Therapie, Chemoprävention und Chemoprophylaxe der Tuberkulose im Erwachsenen- und Kindesalter“ des DZK wurde 2012 publiziert. Sie spiegelt den Stand der internationalen Literatur zu diesem Thema bis 2011 wieder.
Mittlerweile hat sich für Deutschland die epidemiologische Situation zur Tuberkulose keineswegs entspannt, sondern die Fallzahlen stagnierten seit 2010 und steigen seit 2014 wieder deutlich an. Es besteht in Deutschland ein zunehmender Informationsbedarf zu den Themen Diagnostik und Therapie der Tuberkulose, welcher sich auch in aktualisierten nationalen Empfehlungen abbilden muss. Seit 2012 haben sich auf dem Gebiet der labormedizinischen Diagnostik der Tuberkulose, aber auch bei der Therapie der resistenten und multiresistenten Tuberkulose viele Neuerungen ergeben, welche in einer überarbeiteten Empfehlung Rechnung getragen werden. Aufgrund der Diversifizierung des medizinischen Wissens war es der Wunsch der Autoren, die Empfehlungen zur Diagnose und Therapie der Tuberkulose im Erwachsenenalter und im Kindesalter Gegenstand zweier getrennter Leitlinien werden zu lassen, mit dem Ziel einer möglichst zeitgleichen Publikation. Gemäß den Standards der evidenzbasierten Medizin der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) wurden die neuen DZK-Empfehlungen für das Erwachsenenalter als Level S2k (S2 Konsensus-basiert) angelegt und unter Begleitung eines unabhängigen Moderators systematisch moderiert. 

Zielorientierung der Leitlinie:

Ziel dieser Leitlinie ist es, den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Kenntnis zur Diagnose und Therapie der Tuberkulose auf der Basis einer strukturierten Konsensfindung darzustellen, bei der die maßgeblichen Experten der relevanten deutschen medizinischen Fachgesellschaften beteiligt wurden. Auf diesem Weg sollen die Struktur-, Prozess-und Ergebnisqualität der Versorgung verbessert und die Stellung der Patienten gestärkt werden.

  • Basisdaten

    Verfügbare Dokumente

    Langfassung der Leitlinie "Tuberkulose im Erwachsenenalter"
    Leitlinienreport
    Interessenkonflikt-Erklärungen

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP)
    Visitenkarte
  • Anwender- & Patientenzielgruppe

    Adressaten

    Die Leitlinie soll für alle, in der Behandlung der Tuberkulose beteiligten Ärzte in Deutschland eine Richtschnur für die Behandlung aller Arten der Tuberkulose sein. Sie soll auch als Informationsquelle für Ärzte dienen, die weniger Erfahrung in der Versorgung von Tuberkulosepatienten haben. Dabei gibt die Leitlinie für spezifische Behandlungssituationen klare Empfehlungen, wann die Behandlung solcher Patienten eher in den Händen erfahrener Behandler oder sogar in spezialisierten Zentren erfolgen sollte. Insofern hat die neue Leitlinie auch eine Filterfunktion für die Zuführung komplexer Tuberkulosepatienten zu erfahrenen Behandlern/Behandlungszentren. Die Leitlinie richtet sich in erster Linie an Lungenfachärzte, allgemeine Internisten und Infektiologen, die primär mit der Betreuung von Tuberkulosepatienten betraut sind. Sie soll aber auch die in der Behandlung von Tuberkulosepatienten eingebundenen anderen Facharztgruppen wie beispielsweise Allgemeinmediziner, Urologen, Gynäkologen, Fachärzte für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Neurologen, Arbeitsmediziner, aber auch Ärzte, die in der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen tätig sind, eine Hilfestellung und Leitschnur bieten.

    Patientenzielgruppe

    Die Leitlinie gilt für alle Tuberkulosepatienten im Erwachsenenalter in Deutschland, unabhängig von deren Herkunftsland, Erkrankungsschwere, Organbeteiligung,  Resistenznachweis und Begleiterkrankungen. Besondere Patientengruppen mit spezifischen diagnostischen und therapeutischen Anforderungen wie Schwangere, Patienten mit vorbestehenden Leber-oder Nierenschäden oder Patientinnen und Patienten mit HIV-Koinfektion werden besonders berücksichtigt. 

    Versorgungsbereich

    Die Leitlinie ist sowohl für den ambulanten wie auch stationären Bereich der medizinischen Versorgung von Tuberkulosepatienten gedacht. 
  • Herausgeber & Autoren

    Federführende Fachgesellschaft

    Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer AWMF-Gesellschaften

    Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektologie (DGPI)
    Visitenkarte
    Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie (GPP)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Infektiologie (DGI)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e. V. (DGOOC)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh)
    Visitenkarte
    Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU)
    Visitenkarte
    Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG)
    Visitenkarte
    Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e. V. (DOG)
    Visitenkarte

    Beteiligung weiterer Fachgesellschaften/Organisationen

    Robert Koch-Institut (RKI)
    Deutsches Zentrum für Infektionsforschung
    Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, DGUV
    Deutsches Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose (DZK e.V.)
    Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e. V. (BVÖGD)
    Österreichische Gesellschaft Pneumologie (ÖGP)
    Schweizerische Gesellschaft für Pneumologie
    Lungenliga Schweiz, Kompetenzzentrum Tuberkulose
    Verband pneumologischer Kliniken (VPK)
    Deutsche Gesellschaft für experimentelle und klinische Pharmakologie, DGPT
    Berufsverband der Deutschen Radiologen (BDR)

    Ansprechpartner (LL-Sekretariat):

    Dr. Brit Häcker Deutsches Zentralkommitee zur Bekämpfung der Tuberkulose - DZK e.V.
    Walterhöferstrasse 11, Haus Q
    14165 Berlin Tel.: +49 (0)30 81490922 e-Mail senden

    Leitlinienkoordination:

    Tom Schaberg

    Leitlinienkoordination:

    Torsten Bauer

    Leitlinienkoordination:

    Ralf Otto-Knapp
  • Inhalte
    Versorgungsbereich:

    ambulante, teilstationäre, stationäre Versorgung

    Gründe für die Themenwahl:

    Die Empfehlung „Empfehlungen zur Therapie, Chemoprävention und Chemoprophylaxe der Tuberkulose im Erwachsenen- und Kindesalter“ des DZK wurde 2012 publiziert. Sie spiegelt den Stand der internationalen Literatur zu diesem Thema bis 2011 wieder.
    Mittlerweile hat sich für Deutschland die epidemiologische Situation zur Tuberkulose keineswegs entspannt, sondern die Fallzahlen stagnierten seit 2010 und steigen seit 2014 wieder deutlich an. Es besteht in Deutschland ein zunehmender Informationsbedarf zu den Themen Diagnostik und Therapie der Tuberkulose, welcher sich auch in aktualisierten nationalen Empfehlungen abbilden muss. Seit 2012 haben sich auf dem Gebiet der labormedizinischen Diagnostik der Tuberkulose, aber auch bei der Therapie der resistenten und multiresistenten Tuberkulose viele Neuerungen ergeben, welche in einer überarbeiteten Empfehlung Rechnung getragen werden. Aufgrund der Diversifizierung des medizinischen Wissens war es der Wunsch der Autoren, die Empfehlungen zur Diagnose und Therapie der Tuberkulose im Erwachsenenalter und im Kindesalter Gegenstand zweier getrennter Leitlinien werden zu lassen, mit dem Ziel einer möglichst zeitgleichen Publikation. Gemäß den Standards der evidenzbasierten Medizin der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) wurden die neuen DZK-Empfehlungen für das Erwachsenenalter als Level S2k (S2 Konsensus-basiert) angelegt und unter Begleitung eines unabhängigen Moderators systematisch moderiert. 

    Zielorientierung der Leitlinie:

    Ziel dieser Leitlinie ist es, den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Kenntnis zur Diagnose und Therapie der Tuberkulose auf der Basis einer strukturierten Konsensfindung darzustellen, bei der die maßgeblichen Experten der relevanten deutschen medizinischen Fachgesellschaften beteiligt wurden. Auf diesem Weg sollen die Struktur-, Prozess-und Ergebnisqualität der Versorgung verbessert und die Stellung der Patienten gestärkt werden.